III. Oficina de Capoeira Angola Workshop in Bremen 10.06.08 bis 12.06.05 |
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III. OFICINA DE CAPOEIRA ANGOLA IM CAZUÁ IN BREMEN Es ist leicht, ein Treffen zu veranstalten, doch daraus solch ein Fest zu machen, ist nicht jedem gegeben. Diese Worte Mestre Claudios bei der Abschiedsroda der III. Oficina de Capoeira Angola der Gruppe Irmãos Guerreiros charakterisieren gut die drei Junitage in Bremen, an denen sich wieder Angoleiros aus São Paulo und Bahia, Bremen und Berlin, Jena und Halle, Hildesheim und Amsterdam zusammenfanden, um gemeinsam zu trainieren, zu singen, zu spielen, sich auszutauschen und, nicht zuletzt, dieses großartige Fest miteinander zu feiern. Lehrende bei diesem Treffen waren Mestre Claudio von der Gruppe Angoleiros do Sertão aus Feira de Santana / Bahia, Contramestre Pernalonga (São Paulo / Bremen) und Professor Cunhadinho (São Paulo / Jena), beide von der Gruppe Irmãos Guerreiros. Mit Mestre Claudio konnte eine Persönlichkeit gewonnen werden, die die Tradition im Inland von Bahia, nicht zuletzt den traditionellen Samba sehr lebendig repräsentiert. So wurde durch diese Bereicherung ein weiteres Stück brasilianischer Kultur vermittelt - Samba de Roda, Samba Troncho, Samba de Mesa – wirbelnde Hände auf Trommeln und Pandeiros, wirbelnde Füße auf dem Boden. Auch in Arbeit der Gruppe Irmãos Guerreiros, sowohl in Brasilien als auch in Deutschland, ist dieser Teil der brasilianischen Kultur fest verankert, Contramestre Pernalonga gibt ergänzend zum Unterricht der Capoeira Angola Percussionstunden, in denen afrobrasilianische Toques vermittelt werden. Das Training, gleichzeitig in der Academia Cazuá und im Jugendfreizeitzentrum in Walle stattfindend, inspirierte zum Austausch, zum voneinander und miteinander Lernen, zu langen Gesprächen über die Capoeira Angola. Jeder konnte dabei geben und bekommen. Fließende Sequenzen, die Kraft und Gefahr der Capoeira Angola, Bewegungen allein und zu zweit – sehr umfassend war wieder der Unterricht und die neu gelernten Bewegungen fanden unmittelbar ihren Platz in den Rodas, die an jedem Tag stattfanden. Im regnerischen Frühsommer Bremens wurden alte Freundschaften erfrischt, neue geboren; bei jedem neuen Treffen spürt man die Verbindungen stärker, alle knüpfen am Band der Capoeira Angola, übernehmen Verantwortung, unterstützen. Das Zusammenwachsen ist spürbar und sichtbar. Das Fest am Samstag Abend wurde wieder mit viel Liebe gestaltet, außerdem gab einige Überraschungen wie den Geburtstag von Juliane und die Darbietung von Bom Baiano, der, in den Kleidern und Farben der Filhos de Gandhi Karnevalsstimung verbreitete, Lavendelduft unter die Zuschauenden sprühte, Symbol des Friedens – an diesen Tagen in Bremen so gut spürbar. Es gab Samba mit der Sängerin Cleo, Hip Hop von Thor und Jost und, schon zu fortgeschrittener Nacht, Gitarrenmusik von Helena, die mit eigenen Liedern verzauberte und die Zuhörer enger zusammenrücken ließ. Auch Besucher außerhalb des Workshops wurden an diesem Abend angelockt, am Tag danach gab es viele neue Gesichter in der Academia Cazuá. Wir möchten noch einmal den Meistern, allen Teilnehmenden und allen, die im Hintergrund wirkten, danken, für ihre Anwesenheit, Hilfe und Unterstützung, die wieder zu diesem Treffen beitrugen und es zu solch einem Fest machten. |
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