Zweiter Workshop in Bremen

„ Iê !…O meu Cazuá tem varanda, varanda pra vadiar... “

25.02.05 bis 27.02.05

     


Vom 25. bis zum 27. Februar 2005 fand in der Academia Cazuá das zweite Capoeira-Angola-Treffen statt.

Aus Salvador da Bahia / Brasilien konnte Mestre Roberval von der Gruppe Filhos de Angola gewonnen werden, um die Academia und die Arbeit von Contramestre Pernalonga in Bremen kennenzulernen und an den Workshoptagen zu unterrichten, weiterhin wurde die „Familie“ verstärkt durch Professor Cunhadinho aus São Paulo, der von Kindesbeinen an bei Contramestre Pernalonga trainiert und nun seit Januar diesen Jahres die Capoeira Angola in Halle (Saale) unterrichtet. Auch für ihn war es der erste Besuch im Cazuá.

Drei Tage voll guter Energie: Capoeira, Gesang, Samba de Roda, Geschichte, Philosophie...

Außerdem konnte mit Hilfe von Mestre Roberval sowie allen Teilnehmern eine Live-CD realisiert werden. Aus verschiedensten Städten waren Angoleiros angereist, aus Bremen und Halle, Berlin und München; außerdem gab es Teilnehmer aus Schweden und den Niederlanden.

 


„Angoleiro wird man nicht über Nacht...“ wiederholte Mestre Roberval, ebenso Contramestre Pernalonga und Professor Cunhadinho ermutigten und erklärten viele Details der Capoeira Angola während der Trainingsstunden, in denen die drei verschiedenste Bewegungen lehrten, das Spiel und den Ernst der Capoeira, den Schalk und den Spaß, Lieder, Instrumente und ebenso die Poesie der Capoeira, was die Teilnehmer ihrem Zauber und ihrer Größe wieder einen Schritt näher brachte.

Die Aufnahme der CD während der Roda am Samstag war ein weiterer Höhepunkt des Treffens. Dieser Abend war gekennzeichnet von größter Konzentration und Kraft, eine sehr eigene Atmosphäre umgab die Singenden und Spielenden, ein starker Chor antwortete den Meistern. Die Aufnahme fing diese Energie ein, das Resultat ist eine CD der ganz besonderen Art. Man darf gespannt sein.

Ein weiteres Stück der brasilianischen Kultur und Mentalität, ihrer Fröhlichkeit und ihrem in jeder Situation existierenden „jeito“ konnte an den beiden Abenden erlebt werden, wenn sich nach dem Training und der Roda noch spontan die Meister zu einem nicht enden wollenden Sambakonzert zusammenfanden und der Trainingssaal zur Tanzfläche wurde oder wenn im Freizeitzentrum, in dem es immer zeitgleich zum Training im Cazuá Unterricht gab, ein Fest ganz besonderer Art stattfand: Ebenfalls mit Samba, diesmal noch verstärkt durch eine kraftvoll tiefe Frauenstimme, eine Darbietung von Bombaiano, der den brasilianischen Carnaval aus der Gruppe „Filhos de Gandhi“ vorstellte, das Ganze begleitet von original brasilianischen Köstlichkeiten. Bis spät in die Nacht spielte noch Reggae und Forro mit einer zu jeder Zeit gefüllten Tanzfläche.

Ein gemütliches, von der Morgensonne begleitetes gemeinsames Frühstück läutete den dritten Workshoptag ein, an dem noch einmal alle Lehrer unterrichteten und es eine abschließende Roda gab.

Unser Dank gilt Mestre Roberval, Contramestre Pernalonga und Professor Cunhadinho, der gesamten Familia Cazuá sowie allen Teilnehmern, dass dieses Treffen zu einem solchem Erlebnis wurde.

Energía positiva para todos vocês !

Até logo no Cazuá!

Durch Anklicken des jeweiligen Bildes vergrößert sich dieses.